CRM
CRM-Krankheit: Pilotprojekt zur Prävention
Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems, der Nieren und des metabolischen Systems hängen oft zusammen und entwickeln sich zunehmend zu komplexen Volkskrankheiten (Multimorbidität) mit hoher Dunkelziffer. Dieser Entwicklung wollen GfH-Partner mit einer konzertierten Aktion entgegentreten. Die Chronische Nierenkrankheit (CKD) nimmt eine Schlüsselstellung in der Reduktion kardiovaskulärer Risikoen ein. Zentrale Aspekte des DEHOVA-CKD Pilotprojekts sind effektivere Prävention, Früherkennung, frühzeitige Diagnose und therapeutische Intervention durch digitale Lösungen.

Die demografische Entwicklung und eine ungesunde Lebensweise führen zu einer stetigen Zunahme von kardiologischen, renalen und metabolischen Volkskrankheiten (CRM Disorders). Konkret sind dies z. B. Herzschwäche (Herzinsuffizienz), Chronische Nierenkrankheit (CKD) oder Typ-2 Diabetes. Erschwerend kommt hinzu, dass sich CRM-Krankheiten gegenseitig beeinflussen und verstärken – was zu einem stark zunehmenden Risiko für schwere Komplikationen führt, etwa Herzinfarkte, Schlaganfälle oder Nierenversagen. Multimorbidität mit reduzierter Lebensqualität und Prognose wird von betroffenen Patienten als dramatischer Einschnitt in ihren Lebensalltag wahrgenommen – und bedeutet gleichzeitig eine immens hohe Belastung der hausärztlichen Versorgung sowie eine starke Kostenzunahme im Gesundheitssystem insgesamt.
Pilotprojekt: Evaluation zu Beratung, Risikofaktoren und Diagnostik
Vor diesem Hintergrund ist eine konzertierte Aktion hochspezialisierter Partner, die gemeinsam neue digitale, vernetzte Lösungen für CRM-Erkrankungen entwickeln, relevanter denn je.
Die konkreten Schwerpunkte dieses GfH-Pilotprojekts:
- Interaktive Beratung und Mitbetreuung von Patienten mit CKD durch geschultes Fachpersonal per Video Call
- Patientenbetreuung im häuslichen Umfeld mittels Telemedizin
- Wirksamkeit konkreter Konzepte und Maßnahmen evaluieren
- Evaluation des Zusatznutzens für Medizinische Versorgungszentren (MVZ)
Die nichtärztlichen Partner dieses GfH-Projekts sind dementsprechend Experten auf dem Gebiet Prävention durch digitale Unterstützung.
Oska Health bringt mit seiner Health App die Option eines Video Calls zwischen Patienten und speziell geschultem Fachpersonal ein. Dadurch wird die Entlastung der Ärzteschaft bei umfassenden Patientenberatungen (Bewegung, gesunde Ernährung, richtige Medikamenteneinnahme etc.) auf qualitativ hohem Niveau möglich. Diese Mitbetreuung ist für Patienten mit chronischer Nierenkrankheit (CKD) kostenlos und erfolgt nur auf deren Wunsch: interessierte Patienten müssen sich selbst direkt bei Oska Health anmelden.
Verringert sich durch ein umfassendes Beratungsangebot das Risko der Multimorbidität? Gelingt eine spürbare Entlastung der Ärzteschaft in der hausärztlichen Versorgung? Werden messbare Kosteneinsparungen erzielt?
Die Evaluation digitaler Lösungen dienen letztlich dem Ziel, eine frühzeitigere Diagnose und Therapie bei Patienten mit CKD zu gewährleisten, um Komplikationsrisiken zu reduzieren, die Lebensqualität der Patienten zu erhöhen und durch mehr Effizienz in deren Versorgung Kosten einzusparen. Die Kooperationsplattform von GfH bietet den Rahmen für diese konzertierte Aktion. Weitere Institutionen, Unternehmen und sonstige GfH-Partner, die sich mit den Zielen dieses Projekts identifizieren, sind herzlich willkommen und können sich dem Projekt anschließen, um ihre jeweilige Expertise einzubringen.
Erfahren Sie mehr zum Pilotprojekt DEHOVA-CKD
Oska Health App: Medizinische Fachkräfte und digitale Unterstützung
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