Prävention
Diagnostik von Volkskrankheiten im Praxisalltag: Quick & Easy mit dem A-B-C-D-E-Konzept
Kardiovaskuläre (C), renale (R) und metabolische (M) Krankheiten haben sich quantitativ zu echten Volkskrankheiten entwickelt. Daher umso wichtiger: die rechtzeitige Diagnose und damit verbundene Prävention. Dabei kann das A-B-C-D-E-Konzept wirksam unterstützen – für eine leitlinienkonforme Versorgung von Patienten mit CRM-Krankheit ohne Standardabläufe im Praxisbetrieb zu ändern oder auszuweiten.

Kardiovaskuläre, renale und metabolische Krankheiten
Die Behandlung von Patienten mit diesen als sogenannte CRM- Krankheiten zusammengefassten Krankheitsbildern beansprucht einen Großteil der Ressourcen in der klinischen Praxis. Häufig kommen Komplikationen bzw. miteinander verflochtene Folgekrankheiten hinzu: z.B. kardiovaskuläre Ereignisse oder eine deutlich abnehmende Nierenfunktion. Progressionsrisiko und Multimorbidität führen bei den betroffenen Patienten zu einer schweren Belastung und einer stark verminderten Lebensqualität. Für die ärztliche Betreuung und das Gesundheitssystem stellen diese Faktoren eine immense Herausforderung dar.
Eine systematische CRM-Prävention kann das Eintreten solch schwieriger Versorgungssituationen deutlich verringern. Durch eine möglichst frühzeitige Diagnose können gezielte therapeutische Maßnahmen die Versorgungs- und Lebensqualität der Patienten erhöhen und zugleich den Praxisbetrieb insgesamt entlasten. Wie lässt sich eine wirkungsvolle Prävention in den ohnehin schon stark beanspruchten Praxis-Alltag integrieren?

Einfache CRM-Prävention durch das A-B-C-D-E-Konzept
Folgeerkrankungen verringern und Lebensumstände verbessern – mit dem einfachen, aber sehr effizienten A-B-C-D-E-Konzept ist es möglich, Patienten frühzeitig und wirksam zu schützen. Dazu braucht es keine aufwändigen Änderungen in den Praxisabläufen, denn: Dieses Präventionskonzept nutzt die üblichen Standardabläufe im Praxisbetrieb. Die Anforderungen an eine leitlinienkonforme Versorgung von Patienten mit CRM-Krankheiten werden erfüllt.
Das A-B-C-D-E-Konzept auf einen Blick
Blutdruckmessgerät, Blutserum, EDTA-Blut, Spontanurin – mehr ist nicht nötig, um Patienten mit CRM-Krankheiten leitlinienkonforme Diagnostik anzubieten, ggf. Diagnosen zu stellen, Therapien einzuleiten, den Behandlungserfolg zu dokumentieren und regelmäßig zu kontrollieren.
Beispiel A & E: Klarheit durch einfache Nierendiagnostik in Serum und Spontanurin
Renale Krankheiten, besonders die Chronische Nierenkrankheit (CKD), stehen bei Patienten mit kardialen (C), renalen (R) und metabolischen (M) Erkrankungen (CRM Disorders) oft zu wenig im ärztlichen Fokus. Allerdings sind gravierende Wechselwirkungen häufig, wie klinische Studien eindeutig zeigen: CKD vervielfacht das Risiko kardiovaskulärer Ereignisse, sodass Patienten mit CKD oft an einem Herzinfarkt oder Schlaganfall versterben, bevor es zu endgültigem Nierenversagen mit Dialysepflicht kommt.
Die rechtzeitige Diagnose einer CKD ist daher wesentlicher Bestandteil des A-B-C-D-E-Konzepts:
A für Albuminurie: Die Menge an Albumin, die im Spontanurin (24-Std.-Sammelurin ist nicht nötig) zu messen ist (Albuminurie), gilt als Maß für den Nierenschaden und das Progressionsrisiko der CKD. Um dieses Risiko zu senken, sollte Patienten mit CKD daher eine gezielte, spezifische CKD-Therapie vorgeschlagen werden.
E für eGFR: Die andere Seite der Medaille bei der Nierendiagnostik ist die glomeruläre Filtrationsrate (eGFR), die das Labor als Maß für die Nierenfunktion aus Serumkreatinin berechnet und im Befund ausweist. Faustregel: eGFR-Wert = ungefähre Nierenfunktion in Prozent.
Albumin
Messung von Albumin und Kreatinin im Spontanurin zur Berechnung des Albumin/Kreatinin-Quotienten im Urin (uACR), der
Blutdruck
regelmäßige Blutdruckmessung (beim Praxisbesuch und zuhause)
Cholesterin-Profil
Cholesterin-Messung im Serum (HDL- und LDL-Fraktion, Cholesterin/HDL-Quotient sowie Triglyzeride)
Diabetes
Diabetes ausschließen bzw. Blutzuckereinstellung überprüfen: HbA1c-Wert bestimmen
eGFR
Nierenfunktion anhand von Kreatinin i.S. und CKD-EPI-Formel überprüfen (Laborbefund)
CRM
Checkliste ABCDE Schema
A-B-C-D-E-Konzept – eine Checkliste für die Allgemeinmedizin
GfH-Partner – führende Laboranbieter
Zur GfH-„Community“ zählen einige führende Medizintechnik-Unternehmen und Laboranbieter Deutschlands, die sich mit innovativen Lösungen für weitere Verbesserungen bei der Versorgung von Menschen mit Herz-Kreislauf-, Nieren- und Stoffwechselkrankheiten einsetzen:


Analyticon Biotechnologies GmbH
Spezialisiert auf die Produktion und den weltweiten Vertrieb von In-Vitro Diagnostik Testsystemen.

ABBOTT Rapid Diagnostics GmbH
Point of Care-Diagnostik – schnelle und leicht zugängliche Testergebnisse zur Verbesserung der Patientenversorgung.

Lumira DX GmbH
Innovative, laborgenaue Diagnostika, um den Wandel der dezentralen Gesundheitsversorgung mitgestalten.
Aktuelle medizinische Leitlinien zu CRM-Krankheiten
Hier finden Sie Empfehlungen wichtiger internationaler Leitlinien für die Prävention von kardiovaskulären Erkrankungen und Nierenkomplikationen bei Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes zum Download.
CRM
Nephrologische Fachgesellschaft 2024
KDIGO CKD - Clinical Practice Guideline for Diabetes Management in Chronic Kidney Disease
CRM
Allgemeinmedizinische Fachgesellschaft 2024
DEGAM CKD - Versorgung von Patient*innen mit chronischer nicht-nierenersatztherapiepflichtiger Nierenkrankheit in der Hausarztpraxis - Chronisch eingeschränkte Nierenfunktion in der Hausarztpraxis
CRM
Kardiologische und Nephrologische Fachgesellschaft 2025
Konsens von DGK und DGfN - Management kardiovaskulärer Erkrankungen (CVD) bei CKD
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